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IoT-Schlagzeilen KW 06: Cyber-Crime wird immer cleverer, 5G-Lecks werden teuer, SAP-Chef sieht Europa-Cloud skeptisch

IoT-Schlagzeilen der Woche | KW 06 | 3. Februar 2020

Cyber-Crime wird immer intelligenter

Im Jahr 2020 werden Cyberangriffe deutlich intelligenter, warnt L aurence Pitt, Global Security Strategy Director bei Juniper Networks, in Security Insider: „Die Anzahl an personalisierten Phishing-E-Mails, die die Empfänger direkt ansprechen, nimmt zu. Damit bleibt Phishing weiter relevant und für Anwender wird es zunehmend schwieriger, echte E-Mails von Phishing-E-Mails zu unterscheiden.“ Weitere Bedrohung: Mit Deep Fakes, also gefälschtem Bild- und Videomaterial sollen insbesondere Wahlen beeinflusst werden.

5-G-Sicherheitsverstöße sollen für Unternehmen teuer werden

Die Bundesregierung plant offenbar, bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes als Bußgeld für Firmen, die gegen die 5G-Netzsicherheitsvorschriften verstoßen. Mittlerweile hat der US-Geheimdienst nach Handelsblatt-Berichten Beweise vorgelegt, dass der umstrittene chinesische Netzausrüster Huawei mit den chinesischen Sicherheitsbehörden kooperiert. Mehr dazu beim Spiegel.

Europa-Cload Gaia-X: SAP-Chef bleibt skeptisch

SAP-Chef Christian Klein findet die Cloud-Strategie der Bundesregierung unausgereift, berichtet Com Magazin. Das langfristige Ziel des vor allem von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) vorangetriebenen europäischen Cloud-Netzwerks Gaia-X sei ihm noch nicht klar: „Die Frage ist doch: Wie will ich abseits der reinen Datenspeicherung mit so einer Cloud Geld verdienen?“ Diese Frage sei noch immer offen. Außerdem hätten zahlreiche Unternehmen bereits eine Cloud-Lösung, die europäischen Sicherheitsstandards genügen. „Viele große Unternehmen haben heute schon mächtige Rechenzentren in Europa und in Deutschland, wo genau das gemacht wird“, sagte Klein.

Datenverkauf: Avast entschuldigt sich

Nachdem Avast, Hersteller des gleichnamigen Gratis-Virenscanners, des Datenverkaufs überführt wurde, hat sich jetzt Avast-CEO Ondrej Vlcek in einem offenen Brief entschuldigt und zugesichert, dass der Handel mit Daten sofort eingestellt wird. Das Antiviren-Tool hatte die Nutzer beim Surfen überwacht und die Browser-Daten an Dritte weitergegeben, wie Watson, PCMag und Motherboard (Vice) berichten. Avast-Tochter Jumpshot hatte die Daten unter anderem an Google, Microsoft, McKinsey und Pepsi verkauft. Mit dabei: Browserverlauf, Suchvorgänge, GPS- und Google-Maps-Koordinaten, besuchte LinkedIn-Seiten und YouTube-Videos. Die Quelle der Daten sei dabei laut Fachleuten teilweise rekonstruierbar. Jumpshot wird in Folge des Skandals geschlossen. Mehr dazu bei Heise.

In Schleswig-Holstein werden die Stromzähler digital

Der in Schleswig-Holstein für die Energiewende zuständige Agrarminister Jan Philipp Albrecht hat mit der Schleswig-Holstein Netz AG den Startschuss für den Einbau intelligenter digitaler Strom-Messsysteme gegeben. „Intelligente Messsysteme sind ein wichtiger Baustein für die Digitalisierung der Energiewende“, sagt Albrecht. „Wir brauchen vernetzte Mess- und Steuerungseinrichtungen, um von der Stromwende zur Sektor-übergreifenden Systemwende zu gelangen.“ Vom Smart-Meter-Rollout verspricht man sich präzisere Datenerfassung und geringeren Verwaltungsaufwand. Der digitale Stromzähler erfasst viertelstündlich den Energieverbrauch der Kunden und übermitteln diesen an den Netzbetreiber. Mehr dazu bei topAgrar.

 Roboter greifen ins Bäckerhandwerk ein

Das Dresdner Startup Wandelbots will Backstuben automatisieren. In einem Pilotprojekt hat das Unternehmen Roboter bei der Bäckerei und Konditorei Tschirch in Görlitz eingeführt. Die Roboter sollen besonders monotone Aufgaben übernehmen; in diesem Fall geht es um das Ablegen der in einer Maschine geformten Semmeln auf Kipprahmen. Der Gag: Mit einer Sensorjacke bekleidet, kann jeder Mitarbeiter ohne Programmierkenntnisse dem Roboter Bewegungen vormachen und ihn anlernen. Mehr dazu bei Founderella.

Autonom fahrende Busse starten in München

Die Stadtwerke München (SWM) und die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) testen automatisierte Elektro-Kleinbusse, berichtet Radio Arabella: Im zweiten Quartal 2020 sollen zwei automatisierte E-Shuttlebusse im Olympiapark verkehren. Allerdings fahren die Kleinbusse im Test noch nicht automatisiert, sondern sammeln mit Sensoren anonymisierte Umgebungsdaten. Autonom sollen die Busse im Herbst 2020 fahren – allerdings überwacht von einem „Sicherheitsfahrer“.

Termine

E-World, Essen, 11. – 13. Februar 2020*

Embedded World, Nürnberg, 25. – 27. Februar 2010*

*mdex vor Ort: Treffen Sie unsere Spezialisten – jetzt Termin absprechen unter 04109-555-444!

IoT-Schlagzeilen KW 05: Massiver DSL-Ausfall, Warnung vor Gesichtserkennung, 5G auch ohne Chinesen unsicher

IoT-Schlagzeilen der Woche | KW 05 | 27. Januar 2020

DSL-Ausfall bei Vodafone: Tausende von Anschlüssen ohne Internet

Am Freitag meldete Vodafone aufgrund von Wartungsarbeiten massive Störung des DSL-Netzes. „Noch andauernde Wartungsarbeiten führen derzeit zu geringerer Kapazität in unserem DSL-Netz“, hieß es in einem offiziellen Facebook-Post von Vodafone. Offenbar waren vom Ausfall Tausende von Anschlüssen betroffen. Allein bei der unabhängigen Website allestörungen.de gingen 14.000 Meldungen ein. Der beste Schutz gegen DSL-Ausfälle bleibt für Unternehmen derweil eine DSL-Backup-Lösung z. B. über das mdex LTE Pro Paket.

Google-Chef warnt vor Gesichtserkennung durch KI

Google-Chef Sundar Pichai hat vor Risiken der Gesichtserkennung per KI gewarnt und Regierungen dazu aufgerufen, schnell verbindliche Regeln für deren Einsatz festzulegen. Google selbst würde bewusst auf das Angebot derartiger Technologiren verzichten, „weil uns bewusst wurde, dass es eine Technologie voller Risiken ist“. Neben etlichen asiatischen Anbietern vermarktet auch Amazon die Gesichtserkennung Recognition. Mehr dazu bei Com Professional.

Sicherheitsexperte: „Es ist zu spät, um 5G sicher zu machen“

Ob Huawei oder nicht, das 5G-Netz ist jetzt schon unsicher, sagt der renommierte Sicherheitsexperte und Kryptograph Bruce Schneier. „Chinesen, Iraner, Nordkoreaner und Russen brechen seit Jahren in US-Netzwerke ein, ohne die Kontrolle über die Hardware, die Software oder die Unternehmen, die die Geräte herstellen, zu haben“, erklärt der Fachmann, der Dozent an der Harvard Kennedy School und Vorstandsmitglied bei der Electronic Frontier Foundation, AccessNow und dem Tor Project ist. Scheier sieht drei Probleme: Erstens seien die Standards zu komplex, um sie sicher zu implementieren. Zweitens biete die Rückwärtskompabilität zu 4G zahlreiche veraltete Protokolle als Einfallstor. Drittens hätten die 5G-Standardkomitees viele Gelegenheiten zur Verbesserung der Sicherheit verpasst: Viele der neuen Sicherheitsfunktionen seien optional, und würden ähnlich wie bei 4G gar nicht erst implementiert. Mehr dazu bei Golem.

Amazon: Kein Machine Learning ohne menschliche Hilfe

Amazons Technik-Chef Werner Vogels glaubt, dass lernende Computer noch lange auf menschliche Hilfe angewiesen sein werden. Um Computersysteme überhaupt anlernen zu können, müssen Menschen 20 oder 30 Prozent der Daten für sie beschreiben. Vogels: „Dieses Verhältnis kann sich mit der Zeit verschieben. Das Ziel ist natürlich, so viel wie möglich von diesem Prozess zu automatisieren Geschäftsprozesse integrieren und automatisieren.“ Die Menschen müssten trotzdem viele Fähigkeiten behalten: „Wenn die Autobatterie aufgibt und die Roboterwagen-Software sich abschaltet, sollte man besser in der Lage sein, selber zu fahren.“ Mehr dazu bei Com Magazin.

Termine

E-World, Essen, 11. – 13. Februar 2020*

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IoT-Schlagzeilen KW 04: Mittelstand im Visier von Hackern, Henkel senkt Kosten mit IoT, Pinacol-Cyberangriff mit dramatischen Folgen

IoT-Schlagzeilen der Woche | KW 04 | 20. Januar 2020

Osiander, Wempe, Digitech: Mittelstand im Visier von Cyberkriminellen

Nachdem in den letzten drei Jahren insbesondere Großkonzerne wie Maersk oder Norsk Hydro massive Verluste durch Ransomware verkraften mussten, konzentrieren sich Cyberkriminelle jetzt auf leichtere Beute. Insbesondere kleinere und mittelständische Betriebe sind immer noch zu wenig auf IT-Angriffe vorbereitet. So berichtet Com Magazin von den jüngsten Angriffen auf die Juwelierkette Wempe, den Buchhändler Osiander und die Schweizer Einzelhandelsplattform Digitech Galaxus.

Emotionalität entscheidend für den Erfolg von Sprachassistenten

Entwickler arbeiten daran, Sprachassistenten und Bots mehr Empathie und Emotionen einzupflanzen, um die Akzeptanz zu erhöhen. Das Erfolgsrezept beschreibt Com Magazin.

Henkel: Vernetzte Produktion senkt Kosten und Bestand

Waschmittelhersteller Henkel wurde vom Weltwirtschaftsforum (WEF) für seine vernetzte  Wasch- und Reinigungsmittelproduktion in Düsseldorf zum „Advanced 4th Industrial Revolution Lighthouse“ ernannt. Dr. Dirk Holbach, Leiter Global Supply Chain Laundry & Home Care bei Henkel: „Das Netzwerk ist eine Plattform zur Entwicklung und Skalierung von Innovationen. Darüber hinaus schafft es Möglichkeiten für unternehmensübergreifendes Lernen und Zusammenarbeit, um so neue Maßstäbe für die globale Manufacturing Community zu setzen.“

Die intern entwickelte cloud-basierte Datenplattform „Digital Backbone“ vernetzt mehr als 30 Produktionsstandorte und zehn Distributionszentren weltweit in Echtzeit. Im Ergebnis erzielt Henkel nach eigenen Angaben zweistellige Kosten- und Bestandsreduzierungen.

Allianz: Cyberangriffe werden zum größten Risiko für Unternehmen

Einer Studie der Allianz-Versicherungen zufolge sehen Unternehmen weltweit mittlerweile Cyberangriffe als größere Bedrohung an als etwa Feuer- und Explosionsgefahren in der Fertigung, Naturkatastrophen, Lieferantenausfälle oder Maschinenstillstand. „Wir sind jetzt an einem Punkt angelangt, an dem Cyber für Unternehmen genauso wichtig ist wie die traditionellen Geschäftsrisiken“, erklärt Jens Krickhahn, Practice Leader Cyber, AGCS Zentral- und Osteuropa. Cyberkriminalität kostet heute nach Allianz-Schätzungen 600 Milliarden Dollar (520 Milliarden Euro) pro Jahr, gegenüber 445 Milliarden Dollar (385 Milliarden Euro) im Jahr 2014 (Quelle: Center for Strategic and International Studies). Dem gegenüber steht ein durchschnittlicher wirtschaftlicher Schaden von 208 Milliarden Dollar (180 Milliarden Euro) aus Naturkatastrophen über die letzten zehn Jahre – also nur rund ein Drittel.

Datenschutz-Bedenken behindern IoT-Projekte

Insbesondere bei kleineren und mittelständischen Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern hemmen Sorgen vor Industriespionage und Hackerangriffen die Innovationsfreude.  Das geht aus einer Studie von IDG Research Services und dem TÜV SÜD hervor. Vor allem kleinere Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern haben Vorbehalte bei IoT-Projekten. Ihnen fehlen oft Ressourcen und Know-how, wenn es um Datenschutz und IT-Sicherheit geht, deshalb wollen sie hier möglichst kein Risiko eingehen“, sagt Stefan Vollmer, CTO der TÜV SÜD Sec-IT GmbH. Mehr bei Zeitung für kommunale Wirtschaft.

Cyberangriff auf Picanol hat dramatische Auswirkungen

Der belgische Maschinenbauer muss wegen eines Ransomware-Angriffs 1500 der 2300 Beschäftigten in Kurzarbeit schicken; der Handel mit der Picanol-Aktie wird kurzfristig ausgesetzt. Mehr dazu bei Com Magazin.

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E-World, Essen, 11. – 13. Februar 2020*

Embedded World, Nürnberg, 25. – 27. Februar 2010*

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