Case Study

FLEXeCHARGE – Intelligentes Management von Ladestationen

Mit Gateway Connect und der Smart Charging Platform bietet FLEXeCHARGE flexibles Ladesäulenmanagement auch für erneuerbare Energiequellen. Wireless Logic mdex sorgt für die standortunabhängige Vernetzung.

Über FLEXeCHARGE

Max Brandt, Dr. Robert Brehm und Jan Köster hatten eine Vision: Ladestationen intelligent zu steuern, um eAutos bedarfsgerecht aufzuladen und gleichzeitig erneuerbare Energien flexibel einzubinden.

Mit der Gründung von FLEXeCHARGE im Jahr 2019 wurde die Vision Wirklichkeit. Mit Gateway Connect und der Smart Charging Platform hat FLEXeCHARGE eine Lösung für Ladestationen aller Hersteller entwickelt: Bei einer planbaren Parkdauer werden Elektrofahrzeuge genau dann geladen, wenn entsprechende Netzleistung zur Verfügung steht und der Strompreis bei dynamischen Tarifen am niedrigsten ist.

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Das vor Ort installierte Gateway Connect dient als Integrationspunkt für externe Stromzähler, Solarwechselrichter oder Batteriespeichersysteme. Das Gateway ist kompatibel zu Gleich- und Wechselstrom-Ladestationen – unabhängig vom jeweiligen Hersteller. Da das Lademanagement lokal erfolgt, sind Betreiber zusätzlich gegen mögliche Netzausfälle abgesichert.

Besonders interessant wird die Lösung von FLEXeCHARGE, wenn die Ladeleistung zeitweise über der Netzleistung liegt. Mit der Smart Charging Platform wird die Ladeleistung genau an die Netzleistung angepasst. Außerdem kann mit der Smart Charging Platform bei einer vorhersehbaren Standdauer mit Priorität die Tageszeiten nutzen, in denen der Strom am günstigsten ist.

FLEXeCHARGE ist mit Blick auf zukünftige flexible Stromtarife insbesondere für Ladeflächen optimal, auf denen eine längere Parkdauer vorhersehbar ist. Dies trifft zum Beispiel bei Parkhäusern zu, aber auch für Unternehmensparkplätze oder Hotel-Garagen. FLEXeCHARGE-CEO Max Brandt: „Die Kostenersparnis kann bei größeren Hotels zum Beispiel durchaus 50 – 60.000 Euro im Jahr ausmachen.“

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Die Aufgabe

Eines der Leuchtturmprojekte von FLEXeCHARGE ist der kürzlich eingeweihte Ladepark am Autohof ScandiPark in Handewitt. Acht Hypercharger HYC300 von Alpitronic mit einer Gesamtleistung von 2.400 kW bedienen 16 Ladeplätze mit bis zu 300 Kilowatt gleichzeitig. An diesen Schnellladestationen können Elektrofahrzeuge per High Power Charging (HPC) innerhalb von 5 Minuten eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern laden.

Der Strombedarf der Anlage wird zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt. Auf der 300 Quadratmeter großen Dachfläche ist eine 25,5 kWp Photovoltaik-Anlage installiert, deren Stromleistung sowohl für den Eigenverbrauch als auch zum Aufladen genutzt wird. Mit der Lösung von FLEXeCHARGE werden die verschiedenen zur Verfügung stehenden Energiequellen optimal eingesetzt.

Je nach Projekt ist das erforderliche Datenvolumen zur Anbindung von Ladestationen allerdings sehr unterschiedlich. „Bei Schnellladestationen mit 20 Ladevorgängen täglich kommen pro Station 500 bis 600 MB Datenvolumen im Monat zusammen“, erklärt Max Brandt. „In anderen Szenarien wie etwa Firmenparkplätzen mit

Die neue Team E-Ladefläche in Handewitt

Im ScandiPark in Handewitt stehen Autofahrern ab sofort 16 Schnellladestationen zur Verfügung. Auf dem Dach der Anlage ist eine leistungsfähige Photovoltaikanlage installiert. Foto: Team-Gruppe.

nur zwei Ladevorgängen am Tag reichen dagegen 100 – 150 MB. Das bedeutet, dass wir auf eine flexible Gesamtlösung für alle unsere Projekte angewiesen sind.“

Die Lösung

Wireless Logic mdex bietet diese Flexibilität mit CONEXA und dem speziellen Floating Tarif für Projektkunden. Im Floating Tarif wird jeweils pro Monat der Tarif abgerechnet, der mit dem verbrauchten Datenvolumen tatsächlich erreicht wird – und zwar ohne sich an einen höheren Tarif dauerhaft binden zu müssen.

Das bedeutet, dass FLEXeCHARGE einen Basistarif von Wireless Logic mdex nutzt, der dem anfallenden Datenverkehr im Normalbetrieb entspricht. Übersteigt das Datenvolumen den gebuchten Basistarif in einem Monat, wird der entsprechend höhere Tarif eingesetzt. Dieser Tarif wird aber nur im betreffenden Monat abgerechnet. Sinkt der Datenverbrauch im Folgemonat auf Normalniveau, wird automatisch wieder der niedrigere Tarif berechnet. So ist FLEXeCHARGE nicht an einen höheren Tarif gebunden, kann aber Leistungsspitzen ohne teurere Run-on-Rate-Kosten abfedern.

„Das erforderliche Datenvolumen ist für uns nicht pauschal vorhersehbar, da wir eine Vielzahl unterschiedlicher Projekte mit verschiedensten Nutzungsprofilen betreuen. Wir müssen je nach Standort und Anwendungsszenario Erfahrungswerte sammeln. Mit Wireless Logic mdex haben wir einen Partner gefunden, der genau diese Flexibilität bietet.“

Max Brandt,
CEO von FLEXeCHARGE