Virtuelle Kraftwerkskommunikation

Um eine Vielzahl kleiner, meist dezentrale Energie-Anlagen zu einem großen virtuellen Kraftwerk zu vereinen, stehen Betreiber, Anbieter und Vermarkter virtueller Kraftwerke schnell vor der Herausforderung diese Energie-Anlagen sicher über unterschiedliche Wege homogen über eine Netzwerkinfrastruktur einzubinden, zu betreiben und zu steuern.

Biogasanlage BHKW

Sollen viele verschiedene Erzeugereinheiten in virtuelle Kraftwerke zusammengeschlossen werden, steigt mit dem Grad der Vernetzung auch die Anzahl an Verbindungen und damit auch gleichzeitig die Komplexität im Management der notwendigen IT-Infrastruktur. Die Komplexität wird jedoch nicht ausschließlich durch die reine Quantität der Datenverbindungen beeinflusst. Auch unterschiedliche Verbindungswege für die Anbindung einer Anlage, wie z.B. Mobilfunk, DSL oder Satellit lassen ein zentrales Verbindungsmanagement schnell zur Herausforderung werden.

Der Grund dafür liegt nicht selten bei der Vielzahl unterschiedlicher Anlagenbetreiber, die zu einem virtuellen Kraftwerk zusammengeschlossen werden. So wurden zuvor häufig Anbieter mit verschiedenen Verbindungstechniken für wiederum unterschiedliche Anwendungen genutzt, um die Anforderungen von Stadtwerken oder Verteil- und Übertragungsnetzbetreibern zu erfüllen. So ist es durchaus möglich, dass selbst innerhalb einer Gruppe von gleichen Energieanlagen unterschiedliche Verbindungsarten zum Einsatz kommen. Zusätzlich werden auch noch unterschiedliche verschlüsselte Verbindungen, z.B. per IPsec oder OpenVPN gehalten. Dies hat i.d.R. zur Folge, dass die Verbindung zu unterschiedlichen Anlagen innerhalb des virtuellen Kraftwerks über verschiedene Techniken nur von bestimmten Systemen möglich ist. Bei einer geringen Anzahl von Verbindungen lässt sich hier sicherlich noch mit Hilfe von Tabellenprogrammen oder ähnlichem die Übersicht bewahren. Mit steigender Anzahl an Verbindungen oder gar beim Betrieb eines großen virtuellen Kraftwerks kann diese Form des „Managements“ den Anforderungen früher oder später nicht mehr genügen, so dass hier eine leistungsfähigere Form des Managements zum Einsatz kommen muss. Unabhängig von der Art und Anzahl der eingesetzten Verbindungen ist der Einsatz einer Verschlüsselungstechnik, z.B. über VPN, unbedingt zu empfehlen und ein Verzicht auf eine solche Technik als äußerst kritisch zu betrachten.

Retro Fitting – Gestiegenen Anforderungen an IT-Sicherheit und Telekommunikationsinfrastruktur konsequent entgegentreten

Wie kann diesen gestiegenen Anforderungen an die Telekommunikationsinfrastruktur nun effizient entgegengetreten werden? Der erste Schritt sollte sein, diese zu vereinheitlichen. Ein probates Mittel wäre hier beispielsweise sämtliche Verbindungen mit festen IP-Adressen auszustatten.  Dabei sollte jede Verbindung, gleichgültig ob diese über Festnetz oder Mobilfunk aufgebaut wird, im Sinne der Datensicherheit per VPN-Technik geschützt werden. Natürlich sollte in diesem Zuge die VPN-Technik ebenfalls vereinheitlicht bzw. eine bereits vorhandene Technik konsequent weiter genutzt werden (z.B. IPsec). Zu guter Letzt sorgt auch ein strukturiertes Zugriffsrechtemanagement der einzelnen zugreifenden Parteien (Betreiber, Vermarkter, Dienstleister) auf eine Energieerzeugereinheit innerhalb des virtuellen Kraftwerks für ein einfacheres Management. In Summe wird so der zukunftssichere Betrieb einer komplexen IT-Infrastruktur und eine schnelle Skalierbarkeit bei der Integration neuer Einheiten ermöglicht.

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