IoT-Anwenderbericht

Vernetzung und Monitoring von Kühlsystemen

Mit der Datenvernetzung von Kühlanlagen in über eintausend Filialen einer Discountkette stellt die mdex AG erneut ihre hohe Kompetenz im Bereich der IoT-Kommunikation unter Beweis. In enger Zusammenarbeit mit dem Kunden, einem internationalen Hersteller von Kühlaggregaten, hat mdex ein zuverlässiges System entwickelt und implementiert, mit dem künftig von der Kühltruhe über das Kühlregal bis zum Kühlraum jede Einheit fernüberwacht und -gewartet werden kann.

„Zugegeben, wenn ich im privaten Umfeld erklären muss, womit wir unser Geld verdienen, habe ich ziemlich weit ausholen müssen“, schmunzelt Dipl.-Ing. Sebastian Hilberg, Vorstand der mdex AG. „Heute sage ich einfach, wir transportieren Daten sicher von A nach B und werten diese für unsere Kunden aus. Denn genau das ist der Schwerpunkt unserer Arbeit: Wir übersetzen Maschinendaten jeder Art – diese können z.B. aus maschinell generierten Status-E-Mails oder SMS-Nachrichten stammen. Wir können aber auch Maschineninformationen aus unterschiedlichen Protokolltypen wie ModBUS, MQTT oder kundenspezifischen Protokolltypen übersetzen. Diese Daten übermitteln wir dann im Rahmen von jeweils maßgeschneiderten Reportings an unsere Kunden und stellen sie visuell aufbereitet auf unserer IoT-Plattform dar.“

Abbildung: mdex IoT-Plattform – Vernetzung und Monitoring von Kühltruhen

Die Herausforderung Daten in sinnvolle Informationen zu übersetzen

Was einfach klingt, ist tatsächlich hochkomplex und bietet ganz unterschiedliche Herausforderungen an die mdex-Entwickler. Denn die große Herausforderung liegt darin, die Masse an gewonnenen Daten so auf die wesentlichen relevanten Informationen zu verdichten, dass sie für den jeweiligen mdex-Kunden auch einen effektiven Mehrwert bieten. Hinzu kommt, dass fast jedes System den jeweiligen technologischen Stand seines Baujahrs widerspiegelt. Und der hat sich in den letzten Jahren rapide gewandelt. „Jahrelang und jahrzehntelang bewährte Systeme, die noch lange nicht am Ende ihrer Lebenszeit angekommen sind, machen wir im Rahmen eines Retrofittings mit modernen IoT-Systemen fit für die Zukunft. Wir können selbst ältere Bestandsanlagen vernetzen und deren Daten digitalisieren, aufbereiten und übermitteln“, erklärt Hilberg. „So ermöglichen wir vielen unserer Kunden, das Potenzial intelligenter Kommunikationsservices für ihre ältere Technik zu nutzen und sogar eigene neue disruptive Geschäftsmodelle zu entwickeln, indem sie etwa die Laufleistung von Anlagen oder Kraftwerken abrechnen, statt die Technik zu verkaufen. So wird aus einem Produkt eine Dienstleistung mit hoher Skalierbarkeit, die es unseren Kunden erlaubt, nun auch in sehr preissensiblen Märkten nachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben.“

Skalierbare Vernetzung als Service

Aktuell betreibt mdex die Netzwerkinfrastruktur und das VPN-Netzwerk für den verschlüsselten Fernzugriff auf die Kühlsysteme, die international im Einsatz sind. Die Herausforderung lag hier vielmehr darin, eine eigenständige Out-of-the-Box-Lösung aus Router, SIM und VPN-Dienstleistung zu entwickeln, mit der der Hersteller in der Lage ist, stückzahlunabhängig beliebig viele Kühlsysteme aus der Ferne zu überwachen und zu warten.

Die Lösung für die Vernetzung und das Monitoring von den beschriebenen Kühlsystemen besteht aus einem Ready-to-Use-Paket, in dem alle Komponenten bereits vorkonfiguriert sind. Die Produktfertigung des Kunden muss letztlich vor Ort nur noch den Router aus der Box nehmen und diesen mit der Datenlogger-Schnittstelle des Kühlsystems verbinden. Der Fernzugriff baut sich standortunabhängig über eine autarke und verschlüsselte mdex-Mobilfunkverbindung automatisch auf. Über das mdex-Managementportal kann der Verbindungsstatus zu jeder Kühlanlage separat abgefragt werden.

Abbildung: Skalierbare Vernetzung als Service

Das System kann schnell und nachhaltig wachsen

Die Kunden sparen so Zeit und vor allen Dingen Geld. Auf der einen Seite werden die Vernetzungsdienstleistungen als Gesamtservice eingekauft. Es müssen keine Ressourcen mehr durch die Entwicklung und den Betrieb eigener IoT-Systeme aufgebaut werden. Auf der anderen Seite minimiert der Betreiber oder Systemanbieter die Zeit, bis entweder eine eigene marktfähige Lösung vorliegt oder das eigene Produkt entsprechend weiterentwickelt ist. Schließlich können so selbst komplexe Netzwerke in kürzester Zeit miteinander skalierbar vernetzt und mit einer hohen Daten- und Ausfallsicherheit betrieben werden.

Das System kann schnell und nachhaltig wachsen. Denn auch hier können sich die Anforderungen schnell ändern – durch technische Weiterentwicklungen ebenso wie durch neue Herausforderungen an Datensicherheit, gesetzliche Bestimmungen oder im besten Fall schnelles Wachstum beim Kunden.

Bereits jetzt arbeitet mdex mit dem Kunden an der nächsten Evolutionsstufe: Noch werden die übermittelten Daten verschlüsselt, aber anonymisiert vom jeweiligen Kühlgerät zur Applikation beim Kunden übermittelt. Im nächsten Schritt können die zuvor anonym übermittelten Daten gesammelt, aggregiert, visualisiert und interpretiert werden. Zustandsinformationen – etwa verkryptete Fehlercodes oder Alarmmeldungen – werden dann durch die mdex-IoT-Plattform strukturiert, priorisiert und je nach Wichtigkeit über verschiedene Schnittstellen und Kommunikationswege an die Systeme des Kunden übermittelt. Ein Alarm, zum Beispiel bei nachlassender Kühlleistung, kann dann exemplarisch über ein Ticketsystem dokumentiert und gemeldet werden oder in dringenden Fällen auch eine direkte E-Mail oder SMS an den zuständigen Servicetechniker auslösen. Erfolgt dann innerhalb einer definierten Zeitspanne keine Entwarnung durch das Gerät, lässt sich eine Alarmmeldung auch beliebig eskalieren. So kann entweder eine zweite Benachrichtung des Technikers oder die Information einer zweiten Person – zum Beispiel des Filial- oder Teamleiters – erfolgen. Visuell intuitiv erfassbar lassen sich die Statuszustände dann nach Kundenwunsch auf einem Dashboard in der mdex-IoT-Plattform zusammenfassen.

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