IoT-Schlagzeilen der Woche | KW 11 | 16. März 2020

Microsoft legt riesiges Botnetz lahm

Gemeinsam mit Partnern hat Microsoft nach eigenen Angaben eines der weltweit größten Botnetze ausgehebelt. Das Botnetzwerk Necurs besteht aus mehr als 9 Millionen gekaperten PCs und Endgeräten, die für Cyberangriffe genutzt werden. Jetzt hat Microsofts Cybercrime-Abteilung rechtliche und technische Schritte in mehr als 35 Ländern unternommen, um das Botnetz auszuschalten. Microsoft vermutet, dass hinter dem bereits 2012 entstandenen Botnetz russische Kriminelle stecken. Unter anderem soll über Necurs der Banktrojaner GameOver Zeus verbreitet worden sein.

Sicherheitsforscher: „IoT ist Gift für das Internet“

Fortinets Global Security Strategist Derek Manky glaubt, dass das IoT das Internet „vergiftet“. Das sagte der Sicherheitsexperte im Interview mit Com Professional. Grund sind laut Manky die hohe Zahl an unsicheren IoT-Endgeräten, bei denen teils Sicherheitsupdates gar nicht vorgesehen sind.

IoT-Endgeräte: 98 Prozent der Daten werden unverschlüsselt ausgetauscht

Nach einer neuen Studie von Palo Alto Networks werden unsichere Endgeräte zur immer größeren Bedrohung für das Internet of Things. So sollen laut „2020 Unit 42 IoT Threat Report“ 98 Prozent des Netzwerkverkehrs von IoT-Geräten unverschlüsselt laufen. Basis war die Untersuchung von mehr als 73 Milliarden Sessions auf 1,2 Millionen Geräten. Insbesondere mangelnde Sicherheitsupdates der Endgeräte machen das IoT verwundbar.

Smart Factory: SKZ Kunststoff-Zentrum plant Modellfabrik

Das Würzburger SKZ Das Kunststoff-Zentrum will in Kürze den Bau einer Modellfabrik beginnen, mit der Prozesse des Internet of Things in industrienaher Umgebung getestet werden können.

„Die Modellfabrik ist deutschlandweit einzigartig und hat Leuchtturmcharakter weit über die Grenzen Bayerns hinaus“, heißt es in einer Erklärung des SKZ. „Sie verbindet die industrielle und die digitale Welt, um unter anderem Innovationen in der Produktion zu ermöglichen. Konkrete industrielle Aufgabenstellungen können in der Modellfabrik nachgestellt und abseits der Serienfertigung in einer industrienahen Umgebung mit hoher Expertise angegangen werden.“

Osram schaltet Lightify-Cloud ab

Der Lampenhersteller trennt sich von seiner intelligenten Beleuchtungs-Cloud Lightify, über die zahlreiche Beleuchtungsfunktionen per App gesteuert werden können. Die Cloud soll im September 2021 stillgelegt werden. Damit verlieren die smarten Osram-Lampen zahlreiche Funktionen und können z. B. nicht mehr über Alexa gesteuert werden. Nutzer müssen auf Systeme wie Philips Hue umsteigen. Mehr dazu bei Heise.