IoT-Schlagzeilen der Woche | KW 07 | 10. Februar 2020

Schatten-IoT: Geräte-Wirrwarr bedroht Unternehmen

Home Offices und die Verbreitung von WLAN-fähigen mobilen Geräten in Unternehmen führen nach Auffassung des Cloud-Anbieters Infoblox zu einem Internet of Things mit zahlreichen unbekannten Endgeräten. Das geht aus einer Infoblox-Befragung unter 2650 IT-Experten hervor. So hätten 80 Prozent der Befragten in den letzten 12 Monaten unbekannte Geräte in der Unternehmens-IoT entdeckt. Besonders kritisch: Von Laptops über Ebook-Reader bis hin zu vernetzten Küchenhelfern seien private Geräte häufig schlecht gesichert mit dem Unternehmensnetzwerk verbunden. In Deutschland haben rund 40% der Firmen mit 50-500 Mitarbeiter 2.000 bis 5.000 Geräte im Netzwerk. Die Empfehlung: Strikte Vorgaben der IT.

BSI einsichtig: Regelmäßiger Passwortwechsel überflüssig

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rückt von seinem Standpunkt ab, dass Passwörter regelmäßig geändert werden müssen. In der Neuausgabe des BSI-Grundschutz-Kompendiums gibt es keine entsprechende Empfehlung mehr. Regelmäßige Passwort-Änderungen führen nach Ansicht von Security-Experten eher zur Wahl schwacher Passwörter. Starke Passwörter hätten dagegen jahrelang Bestand. Mehr dazu bei Heise.

Google verkauft VR-Brille jetzt direkt an Unternehmen

Google wird vorerst seine auf AR- und VR-Anwendungen ausgerichtete Datenbrille Google Glass Enterprise Edition 2 in den USA an Unternehmen direkt vertreiben. Bislang waren nur ausgewählte Partner offenbar zu Testzwecken beliefert worden. Die Enterprise-Version der Brille kann zum Beispiel Checklisten und Handlungsanweisungen einblenden, damit Wartungsmitarbeiter die Hände frei haben. Mehr dazu bei Com! Magazin.

 Energie-Verband kritisiert intelligente Stromzähler

Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) hat den verpflichteten Einsatz intelligenter Stromzähler (Smart-Meter) per Verordnung kritisiert. Die jetzt durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifizierten Geräte kämen „viel zu spät und bieten kaum mehr Funktionen als bisher genutzte analoge Zähler. Die erste Generation intelligenter Messsysteme ist eine Enttäuschung für den Markt als auch die Verbraucher“, erklärt Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft (bne). Der vom Gesetzgeber gewählte strenge Regulierungsansatz bei der Einführung von Smart-Metern sei verantwortlich dafür, dass der Rollout mit drei Jahren Verzögerung beginnt und die jetzt zertifizierten Geräte keine der notwendigen Funktionen abdecken würden, heißt es in einer bne-Erklärung.

Cyberabwehr: Faktor Mensch besser als sein Ruf

Mitarbeiter werden häufig als das größte Sicherheitsrisiko bei der IT-Sicherheit angesehen. Das sieht man an der Universität Greenwich im Forschungsschwerpunkt Cybersecurity anders: Menschen könnten auch dann Cyberrisiken erkennen, selbst wenn sie keine Fachleute sind. „Die Mitarbeiter müssen stärker in die Cyber-Abwehr eingebunden werden“, fordert Ryan Heartfield, Cybersecurity-Spezialist der Universität. „Sie könnten zum Beispiel als menschliche Sensoren fungieren. So werden die Anwender im Handumdrehen zu einem der stärksten Glieder bei der Erkennung von Bedrohungen, die auf Täuschung setzen.“ Ein einzelner Mitarbeiter, der einen Angriff korrekt erkennt und ihn intern kommuniziert, kann das gesamte Unternehmen absichern. Das gesamte Interview mit Ryan Heartfield bei Com! Magazin.

Termine

E-World, Essen, 11. – 13. Februar 2020*

Embedded World, Nürnberg, 25. – 27. Februar 2020*

*mdex vor Ort: Treffen Sie unsere Spezialisten – jetzt Termin absprechen unter 04109-555-444!